Jahnschule Goerlitz
Dienstag, 21.11.2017
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Schuljahr 11/12

Mit Via Regina durch Görlitz

Heimat und Natur Unterricht ganz praktisch - heute ging es mit Via Regina (http://www.via-regina.de) gemeinsam ein Stück durch Görlitz auf der Straße entlang, von der sich die Stadtführerin einen Teil ihres Namens leiht.

 

Schon letzte Woche machte das Via Mobil in unserer Schule Station und bot verschiedene Workshops an, an denen die Schüler teilnehmen konnten.

Nun starteten wir in fachkundiger Begleitung an der Dreifaltigkeitskirche und mussten, bevor wir die Brüderstraße passieren durften, beim zünftig gekleideten Stadtwächter Wegezoll in Form von Schokoladentalern zahlen, die die Schüler mirgebracht hatten.

 

In merkwürdig alter Sprache begrüßte er uns und erklärte den Sinn der Abgabe an dieser Stelle, dem ehemaligen Zugang zur Stadt. Ein Stück weiter gab es jedoch die Möglichkeit sich wieder etwas Geld zu verdienen, die Schüler konnten selbst genähte und mit Kräutern und Salz befüllte Säckchen gegen süße goldene Dukaten eintauschen.

Hier traten schon erste Unterschiede im Schokoladentalerguthaben der Schüler auf, denn einige waren besonders fleißig gewesen und hatten mehr zum Verkauf vorbereitet. Ein guter Anlass festzustellen, dass sich Fleiß auszahlt.

 

Beim weiteren Bummel sahen wir uns verschiedene Dinge genauer an, die man sonst gar nicht bemerkt im Stadtbild. Die abgesenkte Mittelrinne auf der Brüderstraße in der das Wasser abließen konnte. Dabei erfuhren wir auch, dass es in frühen Zeiten keine Pflastersteine und Müllentsorgung gab. Ein Bild was wir uns nur schwer vorstellen wollten für unsere Zeit.

 

 

Besonders breite Hauseinfahrten dienten den Pferdewagen als Durchlass, so konnten sie besser be- und entladen werden.

 

In der sogenannten Zeile auf dem Untermarkt gab es in einem Haus sogar eine Waage, auf der ganze Wagen gewogen werden konnten. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, es wollte ja niemand betrogen werden. Der Mann, der diese Aufgabe hatte, ist noch heute über dem Torbogen mit einem Gewicht in der Hand zu sehen. Die Anfagsbuchstaben seines Namens A. A. stehen neben ihm. Schaut mal beim nächsten Altstadtbummel genauer hin.

 

 

Vor dieser Entdeckung zum Thema Waage und Gewichte hatten wir selbst die Chance bei einem Händler unsere Goldtaler in Keksen aufzuwiegen. Dabei zeigten sich Naschkatzen und Geizhälse unter uns. Im Nachhinein wurde uns bewusst, dass viele Dinge auch heute noch in moderner Form existieren um den Wert der Waren zu ermitteln. So z.B. die Waage, die im Supermarkt in der Kasse eingebaut ist.

 

Viele Eindrücke von diesem Vormittag haben wir mitgenommen und werden darauf immer wieder zurück kommen  können.

 

Ein Dank noch einmal an alle, die uns den Rundgang ermöglicht haben.

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