Freitag, 20.04.2018
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Schuljahr 12/13

Projekt im Fach Ethik / Sprache Kommunikation "die 5 Weltreligionen" WST-B - der Buddhismus

Am 12.11.2012 haben wir uns vorgenommen, etwas über den Buddhismus zu erfahren. Die Religion, die man ja eher nicht aus dem Alltag, dafür eher aus dem Fernsehen und Zeitschriften kennt. Auch in dem Video, was sich die Klasse als Einführung in unser Projekt angeschaut hat konnten wir Beobachtungen anstellen, die unsere Neugier weckten.

Hier noch einmal der Film " 5 mal Gott - Kinder und ihre Religion " zum Online anschauen.

Teil 1

 

Teil 2

 

Einen ganzen Tag hatten wir Zeit uns in der Schule auf eine Exkursion zum Sumati Zentrum für Kadampa Buddhismus vorzubereiten. Es befindet sich in Bonnewitz, zwischen Pirna und Dresden. Online kann man es hier besuchen: Sumati Zentrum.

 

 

Wie man es mag, passend oder unpassend zum Thema, war der Start in diesen Vorbereitungstag nicht der Beste. Ein Streit erhitzte die Gemüter in der Klasse. Durch ein vorbereitetes Video mit Landschaften Tibets und Nepals, was von entspannender Musik untermalt war, konnten wir an uns selbst beobachten, wie es gelingt, wieder in seinen Mittelpunkt zu kommen und schlechte Gedanken und Stimmungen loszulassen. Alle Schüler bestätigten die vorher / nachher Wirkung dieses kleinen Videos.

 

Nun konnten wir endlich froh gelaunt in den Schultag starten. Um zum Thema hinzuführen, lagen auf dem Fußboden jeweils 5 Fotos des Islam (den wir schon behandelt hatten) und des Buddhismus. Die Schüler hatten nun die Aufgabe, die Fotos des Islam herauszusuchen und zu den Abbildungen zu sprechen. Gemeinsam trugen wir Erinnerungen zur Religion, ihren Merkmalen, der Geschichte des Stifters und den Regeln zusammen.

 

Unser Blick lag nun auf den Bildern, die Aufnahmen aus der buddhistischen Religion zeigten. Die Schüler beschrieben die Fotos und wir stellten schnell fest, dass die Fotos in einem fernen Land gemacht wurden. Auf der Rückseite der Fotos bemerkten die Schüler jeweils das gleiche Symbol, ein Rad, als Zeichen des Buddhismus. Um uns noch besser einfühlen zu können, in unbekannte Kultur und die Region aus der sie stammt schauten wir uns einen Fotoband zum Buddhismus an. Er zeigte fröhliche Menschen - aber auch eine rauhe Landschaft und ein hartes Leben. Die Unwegbarkeiten wurden besonders herausgearbeitet - war es doch Buddhas Ansinnen die Menschen von den Leiden zu befreien.

 

Eine bebilderte Powerpointpräsentation zum Mitlesen machte uns mit der Lebensgeschichte vom Prinzen Siddhartha bekannt. Als Buddha lehrte er die Menschen, wie es gelingen kann frei von Sorge und Leiden zu werden. Für den ersten Tag waren das eine Menge Informationen, deshalb lautete die Hausaufgabe, anhand der Bilder zur Geschichte, dieselbe zu Hause in Stichworten nachzuerzählen. Dazu gab es noch ein Arbeitsblatt, um Begriffe zu festigen und Worte als Ganzwort oder durch Synthese zu erlesen. Wer mochte, konnte das Blatt auch im Sinne "malen nach Zahlen" verwenden. (Arbeitsblatt - PDF)

 

 

Natürlich machten wir auch den Test. Wer kann die Geschichte noch im Sinn und richtiger Reihenfolge wiedergeben? Bilder sind sehr wichtig, um die Erinerung und das Sprechen / Denken zu erleichtern. Nur selten gelingt es den Schülern, bzw. nur bei gefestigtem Wissen, über Dinge und Zusammenhänge aus der Abstraktion heraus zu sprechen. Wir arrangierten nun ein Rollenspiel. 2 Schüler spielten die Prüfungskommission. Alle anderen bildeten Paare, die nacheinander hereingerufen wurden und die 8 Zeichnungen der Bildergeschichte in die richtige Folge bringen und dazu die Geschichte Buddhas sinngemäß wiedergeben mussten.

 

Für einen Buddhisten ist Konzentration und Achtsamkeit sehr wichtig, Übungen, die das schulen sind u.a. Meditation, Mantras singen und auch Mandalas anfertigen. Alle 3 Dinge versuchten wir einmal an diesem Vormittag. In einem Video konnten wir beobachten, wie Mönche in mühsamer Arbeit und mit höchster Konzentration ein Mandala aus buntem Sand entstehen ließen. Film "Rad der Zeit"

Hier der Trailer zum Film:

 

 

 

Mit großer Spannung, ein wenig Vorwissen und ein paar Fragen, machten wir uns am 12.11.2012 mit unserem Schulbus auf den Weg in das Sumati Zentrum für Kadampa Buddhismus in Bonnewitz. Gegen 10:00 Uhr trafen wir dort ein und wurden sehr freundlich von Herrn Kelsang Palden, dem Zentrumslehrer und Mönch empfangen. Er erwartete uns mit einem leckeren Tee. Danach führte er uns in den Meditationsraum und erklärte uns jedes Detail, vom Altar bis zum Meditationskissen. Jedes Detail im Raum hat seinen Sinn und die Schüler bemerkten natürlich viele Details, die Herr Kelsang Palden geduldig und mit viel Humor erklärte.

 

 

Als wir auf den Meditationskissen platzgenommen hatten, erfolgte eine kleine Vorstellungsrunde, die dann nahtlos überging in das Philosophieren mit dem Mönch über persönliche Gefühle von Ärgernis und Freude. Kelsang Palden versuchte Erlebnisse, die Schüler schilderten mit buddhistischen Ideen und Buddhas Erkenntnissen in Verbindung zu bringen. Dabei bemerkten wir, dass die Ratschläge einleuchtend und einfach klingen - aber in der Umsetzung tappt man doch immer wieder in sein Fettnäpfchen und muss noch weiter üben.

 

Ein bisschen wollten wir auch gemeinsam Entspannung und Konzentration üben. Allerdings erst nach einem kleinen Mittagspicknick.

 

Im Anschluss daran, griffen wir in einer Gesprächsrunde noch einmal Gefühlszustände auf, die uns manchmal auf die ein oder andere Weise in Erregung versetzen. Beispielhaft bekamen wir das Symbol der Fische erklärt, das Buddhisten an Harmonie und Liebe erinnern soll. Anschaulich hörten wir, dass 2 Fische zum Beispiel in einem Goldfischglas diese Eigenschaften brauchen, um sich wohl fühlen zu können - natürlich erkannten wir, dass dies auch für uns gilt.

 

Einen kleinen Ausschnitt aus unserem Gespräch kann man hier hören:

 

- Gespräch (Bedeutung Symbol der Fische)

 

Danach sollte es an die Praxis gehen, eine geführte Atemmeditation und das Singen eines Mantras folgten. Hier könnt ihr es nachhören:

 

- Atemmeditation

 

- Mantra singen.

 

 

Diese praktischen Übungen waren ein wunderbarer Abschluss des Besuches im Sumati Zentrum. Einen großen lieben Dank an den Zentrumsleiter Herrn Kelsang Palden für diesen schönen, informativen Vormittag, den wir sicher nie vergessen werden.

 

Als kleines Gastgeschenk überreichten wir eine Schülerzeitung unserer Schule und für die Nachbereitung erhielten wir noch große Kopien des Avalokiteshvara (Buddha des Mitgefühls).

 

Fortsetzung folgt ...

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