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2010_06 Papierprojekt OST2 / MST2 PDF Drucken
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Schuljahr 09/10

Das Papierprojekt der OST2 / MST2

(Fotos zum Projekt sind auch in unserem Fotoalbum zu finden)

 

Dieses Jahr steht die Projektzeit der Klassen OST2 / MST2 ganz im Zeichen des Papiers.

Es umgibt uns in allen Lebensbereichen und kann uns zu vielen kreativen Ideen anregen. Was uns dazu alles eingefallen ist bzw. welche Ideen wir umgesetzt haben wollen wir im folgenden zeigen. Bei weitem hatten wir nicht Zeit wirklich alle Ideen auch umzusetzen, wir können Sie ja vielleicht mit in den Unterrichtsalltag hineintragen. Fotos vom Projekt sind auch in unserer Fotogalerie ausgestellt.

 


07.06.10 - Montag

 

Morgens, am ersten Tag únseres Projektes trafen wir uns erst mal im Stuhlkreis und jeder hat 5 Schätze aus Papier präsentiert, die er zu Hause in der Wohnung gefunden hat. Wir haben dann alle Dinge nach den Räumen sortiert, in denen man sie in der Wohnung findet. Viele Sachen ließen sich da gar nicht so eindeutig zuordnen.

 

 

Nun war ja das Wort Papier schon die ganze Zeit in aller Munde, nun war für alle Zeit gekommen, sich auch einmal mit dem Wort Papier auseinanderzusetzen. Es gab Gelegenheit das Wort aus seinen Buchstaben zu legen, die Silben zu klatschen und es an die Tafel zu schreiben.

 

 

 

Nach der wohlverdienten Hofpause gab es anschaulisches und wissenswertes zur Geschichte des Papiers zu erfahren. Wir konnten sehen, wie Symbole früher in Steinplatten eingeritzt wurden, diese Nachrichten konnte man auch fühlen. Das Zeichnen von Symbolen in den Sand erwies sich als wenig haltbare Möglichkeit für die Nachrichtenübermittlung. Die Aufzeichnungen auf der Wachstafel fielen der Wärme zum Opfer.

 

 

 

Besser wurde es da schon mit der Erfindung des Papyrus. Endlich konnte Schrift lange aufbewahrt werden. Auf einem Zeitstrahl ordneten wir die verschiedenen Exponate an und konnten sie beim Abschreiten noch einmal genau benennen.

 


08.06.10 - Dienstag

 

 

Heute lernten wir viele verschiedene Arten von Papier kennen. Wir testeten Festigkeit und fühlten die Dicke und Oberflächenstruktur, bevor wir uns daraus eine Mustersammlung erstellten. In Foliehüllen legten wir je eine Probe ein und suchten den passenden Namen des Papiers aus einer gedruckten Liste aus. Hier war wieder unsere Lesefertigkeit gefragt - das Silbenklatschen half uns dabei sehr. Der aus der Liste ausgeschnittene Name kam natürlich mit in die entsprechende Foliehülle - so entstand unser kleine Papiermustersammlung. 

 


09.06.10 - Mittwoch

 

 Das Schwimmen, was im regelmäßigen Schulalltag stattfindet haben wir natürlich heute nicht ausfallen lassen, so blieb nur wenig Zeit unsere nächste Aufgabe anzugehen.

In 5 Gruppen aufgeteilt konnten wir an 5 Stationen basteln und experimentieren - natürlich mit Papier. Folgende Stationen galt es heute und morgen zu durchlaufen:

  • Papierknüllen und damit einen kleinen Papierpool zu füllen, in dem man nach Herzenslust toben, tauchen oder sich bewerfen konnte
  • Motive ausschneiden für eine Papiergirlande
  • Klebebilder aus Transparentpapier herstellen
  • eine kleine Schachtel aus Karton herstellen
  • Papierbälle aus Zeitung und Tapetenkleister formen

 

 

 

Da heute ein außergewöhnlich heißer Tag war und alle vom Vormittag die Schwimmsachen noch dabei hatten, war es ein Spaß, noch eine Dusche im Schulhof unter dem Gartenschlauch zu nehmen.

 


10.06.10 - Donnerstag

 

 

Heute haben wir weiter in den 5 Gruppen gearbeitet und uns nach dem Mittagessen ein kleines Eis gegönnt. Das Mittagessen (den leckeren Grießbrei mit Erdbeeren) ließen wir uns bei dem schönen Wetter draußen im Freien schmecken.

 

 


11.06.10 - Freitag

 

Wie immer starteten wir mit unseren Semmelfrühstück und im Anschluss ging es frisch an die Arbeit. In 2 Gruppen begannen wir die Herstellung von bedrucktem Briefpapier und Briefumschlägen, den Wechsel der Gruppen schafften wir heute noch nicht. Außerdem wurde von jedem, der mochte die Länge unserer selbst gebastelten Girlande vermessen.

 

 

 


14.06.10 - Montag

Neue Woche, frische Kraft - wir wollten nun endlich selbst Papier herstellen, die rechte Motivation holten wir uns mit einem kleinen Film zum Thema "Papier und Papierherstellung". Der Film war sehr interessant, es waren viele Maschinen zu sehen. Wir können das auch ohne Maschinen und wollten es auf die alte Art mit dem Papier schöpfen probieren.

 

 

Also ging es nach der Hofpause gleich ans Werk. Das hieß Papier reißen, Papier schnipseln, Papier reißen, Papier schnipseln, usw., usw.. In Form des Aktenvernichters unserer freundlichen Sekretärin nahmen wir dann doch Maschinenhilfe in Anspruch. So gelang es uns reichlich Papierschnipsel aus verschiedenen Papiersorten zusammen zu bekommen, die wir gleich für den nächsten Tag mit heißem Wasser einweichten.

 


15.06.10 - Dienstag

 

Frisch fröhlich starteten wir mit einem Zeitungstanz in den vor uns liegenden wichtigen "Papiertag".

Vom Tanzen gut gelaunt suchten wir alle nötigen Materialien und Hilfsmittel für das Papierschöpfen zusammen. Schüsseln, Siebe, Wassereimer und vor allem Handtücher, Lappen und alles was noch helfen könnte die entstehende Feuchtigkeit beim Schöpfen aufzunehmen.

 

Ein Blick aus dem Fenster sagte uns - bestes Wetter zur Papierherstellung im Freien. Und so ging es los. Erst eine Demonstration der erfahrenen Pädagogen, die sich im Laufe des Vormittages mehr und mehr auf die Beratung und gute Tipps zurücknehmen konnten, denn schnell zeigten die Schüler Geschick und mit jedem geschöpften Blatt wurde die Technik mehr verinnerlicht.

 

 

Auch die Ideen für kreative Zugaben zum Papierbrei konnten sich sehen lassen (Blütenblätter, Abdrücke mit verschiedenen Materialien, ...). So hingen bald die ersten Blätter unseres Papieres auf der Leine. Und wie schön sie aussahen. So verging der Vormittag wie im Fluge.

 

Das ging natürlich nicht an allen spurlos vorbei und einige Schüler nutzten die Chance sich nach dem Mittagessen im Snoezelenraum zu entspannen. Es gab aber auch einige, die konnten einfach nicht genug bekommen, sie arbeiteten bis kurz vor Abfahrt der Busse weiter - was für ein toller Projekttag und was für tolle Ergebnisse.

 


16.06.10 - Mittwoch

 

Leider wurde unsere Führung in der Druckerei abgesagt. Wir nutzten aber die Chance und das schöne Wetter, um die noch vorhandenen Reste unseres Papierbreis zu schönem Papier zu verarbeiten. Der Besuch der Druckerei ist nun für Freitag vorgesehen.

 

 


17.06.10 - Donnerstag

 

Heute war es Zeit unvollendete Arbeiten zu vollenden. So fertigten wir für den schon gestalteten Briefbogen einen passenden Umschlag. Als Papier wählten wir schöne Landschaftskalendermotive. Mit einer Schablone bestimmten wir den passenden Bildausschnitt und dann galt es genau an der aufgezeichneten Markierung entlangzuschneiden. Lustig wurde es beim Zusammenkleben des Umschlages. Wer da nicht richtig aufpasste konnte seinen Umschlag nicht mehr befüllen, zum Glück trocknete der Kleber nicht zu schnell und wir konnten aus unseren kleinen Fehlern sehr praktisch etwas lernen.

 

 

Da die Arbeiten bald beendet waren und wir uns eine Abwechslung nach vielen Tagen im Banne des Papiers verdient hatten, besuchten wir ein Musikfest auf dem Görlitzer Marienplatz. Hier konnten wir junge Talente aus verschiedenen Schulen bewundern, darunter auch polnische Kinder und Jugendliche. Zu unserer Freude gab es auch Stände von Polizei, Rettungsdienst und Autoclubs, so konnten wir am Rande noch einige andere interessante Dinge erfahren.

 


18.06.10 - Freitag

 

 

Endlich Freitag, nicht nur, dass das Wochenende vor der Tür stand - nein - heute konnten wir die verschobene Führung durch die Druckerei MAXROI nachholen. Es war wirklich total interessant,  wie die Farben auf das Papier kommen und dass wirklich alle bunten Bilder nur aus den 4 Druckfarben Schwarz, Gelb, Rot und Blau bestehen.

 

 

Man hat ja sonst keine Vorstellung wie viele verschiedene Druckmaschinen und Arbeitsschritte es in so einer Druckerei gibt. Wir durften das alles ganz nah bestaunen und bekamen es vor allem super erklärt, da blieb keine Frage offen. Dafür möchten wir uns noch einmal herzlich bedanken.

 

 

Um einmal zu sehen, wie sich die Arbeit in einer Druckerei in den vielen Jahren verändert hat konnten wir uns ganz alte Arbeitsmittel anschauen. Früher dauerte vieles noch sehr lange und war mühsame Handarbeit - heute flitzt das Papier durch die Druckmaschinen, dass einem richtig schwindlig werden kann.

Als Abschluss unseres Projektes gönnten wir uns auf dem Nachhauseweg noch ein Eis.

 

Nach so vielen tollen Erlebnissen der letzten beiden Wochen bleibt eigentlich nur noch die Vorfreude auf die nächste Projektzeit.

 


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